Geschichten und Gerichte.
Zusammen schmeckt es besser!

Performance-Happening Projekt mit Erwachsenen

“Zusammen schmeckt es aber besser!” ist ein Happening, bzw. ein performatives gemeinsames Essen mit Geflüchteten aus der AWO-Unterkunft an der Havel und den BewohnerInnen in der Umgebung des Nachbarschaftshauses. “Zusammen schmeckt es aber besser!” ist dabei auch ein Satz, der den Geschmack des Essens und Lebens verändern kann.

In dem kulinarischen Kontext eines Flüchtlingsheims trifft man auf viele Herausvorderungen und Schwierigkeiten in Bezug auf das Thema Essen. Von Änderungen der Essengewohnheiten bis zur Anpassung an einen neuen Essenrhythmus reichen die neuen Bedingungen.

Im Rahmen meines Kunstprojekts “Zwischenräume” in der AWO-Unterkunft An der Havel habe ich viel von diesen ersten Erfahrungen mit Essen und Geschirr im Heim erzählt bekommen. Besonders viel wurde dabei über die roten Teller, auf welchen das Essen für die ersten vier Monate ausgeteilt wurde, geredet.
Die roten Plastiktellen haben den Geschmack des Essens verändert. Wenn man sich davon nur befreien könnte!
Eine Gruppe von BewohnerInnen aus AWO Unterkunft besonders Frauen bereiten ihre eigenen Gerichte zu und laden uns zu einem kulinarischen Zusammenkommen an einem Tisch in Akademie der Zusammenkunft.

Akademie der Zusammenkunft, 29. April 2017

Wärenddessen erzählen sie und andere Bewohner_innen aus der Unterkunft über die eigenen Erfahrungen zum Thema Essen, vor, während und nach den ersten Monaten in der Unterkunft für Geflüchtete. Sie beschreiben kulinarische Unterschiede und jede Person erzählt über das Gericht, das sie vorbereitet hat. Die Gäste sollen auch etwas mitbringen. Die roten Teller bleiben die gleichen – aber das Essen wird nun ein selbstgekochtes sein, das mit anderen geteilt und genossen wird.

Nachbarschaftshaus Kladow, 17. September 2017